Auf ihren CeBIT-Rundgang ließ sich Bundeskanzlerin Angela Merkel am Telekom-Stand die Zukunft des Stromzählens und intelligenter Stromnetze erklären.
Bundeskanzlerin Angela Merkel interessierte sich am Telekom-Stand besonders für Smart Metering und Smart Grid. Ihr Fazit: „Das ist für Deutschland ein sehr wichtiges und interessantes Projekt.“
Die Deutsche Telekom präsentierte auf der CeBIT eine Komplettlösung für den Energiemarkt. Die Anwendung mit dem Namen „Smart Metering & Home Management“ liest Verbrauchsdaten von Strom, Gas oder Wasser aus, verarbeitet sie und stellt sie online dar. Sie sorgt dafür, dass Energieversorgungsunternehmen sowie Messstellenbetreiber alle gesetzlichen Auflagen erfüllen, die ab dem 30.12.2010 an sie gestellt werden. Mit der Lösung können sie lastabhängige Tarife anbieten und abrechnen. Gleichzeitig reduziert die Lösung durch Fernablese Kosten und steigert die Qualität der Daten.
Dienstleistung mit Perspektiven
Die digitalen Zähler senden die Verbrauchsdaten per Funk oder DSL an die Versorgungsunternehmen. Eine Software verarbeitet die Informationen und stellt sie dem Endkunden in einem personalisierten Internetportal zur Verfügung – auf Wunsch sogar im 15-Minuten-Takt. Der Kunde hat so seinen Verbrauch immer im Blick und kann ihn entsprechend beeinflussen. Experten schätzen, dass Verbraucher dadurch bis zu 15 Prozent der Stromkosten sparen können.
Die Lösung richtet sich nicht nur an Energieversorger, sondern auch an Betreiber und Dienstleister für Messstellen, Gebäudeverwaltung, Filialisten und an die Wohnungswirtschaft. Das modulare Konzept lässt sich an den Bedürfnissen der jeweiligen Unternehmen und ihrer Kundengruppen ausrichten. Vordefinierte Schnittstellen gewährleisten die einfache Integration in bestehende Systeme. Die Deutsche Telekom hat in der T-City Friedrichshafen bereits rund 700 Haushalte mit der Anwendung ausgestattet. Sobald 3.000 Kunden angeschlossen sind, wolle sie sich dieses Projekt gerne einmal anschauen, kündigte die Kanzlerin auf der CeBIT an.
Smart Grid – das Stromnetz der Zukunft
Das Erfassen des Stromverbrauches mit Smart Metern gilt als Grundlage für die Einführung intelligenter Stromnetze, sogenannter Smart Grids. In diesen Netzen sollen in Zukunft Produktionsüberkapazitäten besser genutzt werden, sodass Verbraucher Geld sparen und die Umwelt durch geringere CO2-Belastungen geschont wird.